Ein kaputter Bagger und ein Stück mehr Auffahrt

Gestern begann der 2. Bautag erstmal mit einem kaputten Bagger. Die Benzinpumpe war festgesessen und hat beim Anlassen den Keilriemen beschädigt.
Die Tiefbaufirma wollte gerade einen anderen Bagger herfahren, aber dann hat sich der Monteur gemeldet. Er konnte gleich vorbei kommen und den Schaden beheben.

Um 11:00 Uhr ging es dann weiter mit der Auffahrt. Bis zu Mittagspause… dann war der Bagger wieder kaputt. Es lief Hydrauliköl aus.
Der Monteur hatte wohl vergessen, einen Schlauch wieder richtig anzuschließen.
Naja, das konnte schnell behoben werden und die Arbeiter konnten mit der Auffahrt weiter machen.

Unser Grundstück hat durchgehend ~80 cm Mutterboden. (An wenigen Stellen etwas mehr, wie gestern bemerkt). Darunter ist allerdings bester Baugrund: Fester Kies. Der Nachteil ist, dass eben 80cm abgetragen und wieder aufgefüllt werden müssen. Der Vorteil: Die Verfestigung des Untergrundes ist dann einfacher und hält Bombenfest. Außerdem werden wir keine Probleme mit der Regenwasserversickerung haben.

Zwischenzeitlich ist unser Tiefbauer mit unserer Hausbaufirma in Kontakt. Die beiden klären ab, ob er nicht auch gleich den Aushub für unsere Bodenplatte übernimmt.
Das wäre von Vorteil für die Baufirma, da diese dann nicht die Maschinen herfahren müssen. Mal sehen, ob die beiden sich preislich einig werden.
Uns wäre es recht, das könnte den Baufortschritt beschleunigen.

Die Auffahrt an sich wird von einigen Nachbarn und Begutachtern als recht Steil empfunden. Uns, als bisherige Schwarzwälder, fällt der kleine Hügel kaum auf 😉

Außerdem musste noch die Wurzel der großen Trauerweide entfernt werden. Da hatte auch der Bagger fast eine Stunde damit zu kämpfen. Ich bin froh, dass ich nicht versucht habe, diese selbst auszugraben 🙂

 

Ein Anfang! Endlich!

Heute hat unser Tief- und Straßenbauer begonnen, die Auffahrt herzustellen.
Nach Frost und Regen konnte es endlich losgehen.

Wir haben nochmal kurz abgesprochen und los ging es.

Nach kurzer Zeit war die Mauer weg und alle haben sich gefreut, dass unter dem Erdboden gleich Kies kommt.

Leider hielt diese Freude nicht lange an. Denn bald stellte sich heraus, dass der Mutterboden an den meisten Stellen doch eher 60 cm bis 1m tief ist.
An manchen sogar 1,50m.

Auf dem Mutterboden (Humus. Wie man das auch nennen mag) kann man nichts errichten. Nicht mal eine Auffahrt. Nach wenigen Jahren würde das wellig und wackelig werden. Also muss dieser bis auf eine tragbare Schicht abgetragen – und dann wieder aufgefüllt werden.

Das bedeutet für uns natürlich Mehrkosten.

Mehr abgraben, mehr wegfahren, mehr auffüllen….

Noch ist das alles im Rahmen.

Hauptsache, es geht endlich los!

Probebaden bei Duravit

Die Badewanne ist einer der wichtigsten Orte – zumindest für den zukünftigen Herrn im Hause 😉
Deswegen haben wir überlegt, eine Badewanne mit Whirlpoolfunktion einzubauen.
Da wir nicht sicher waren, ob die Düsen im Wannenboden evtl. unbequem beim Liegen werden, und welches System da Sinn macht, waren wir Probebaden.
Das kann man im Designcenter der Firma Duravit in Hornberg. Man meldet sich an, bekommt einen Termin und kann dann 2 Stunden die verschiedenen Wannen ausprobieren. Das ganze ist auch noch kostenlos und toll gemacht!
Man bekommt Handtücher, Bademantel und Badeschlappen und los gehts. Gebadet wird natürlich in Badehose / Badeklamotten.

Das ist wirklich unvorstellbar. Wir hatten in den 2 Stunden ca. 5 Badewannen, einen Whirlpool und sogar eine Sauna zur Verfügung. Herrlich.

 

Am Ende hat sich dann auch ein Modell als Favorit herausgestellt. Wer so etwas möchte, sollte die verschiedenen Systeme wirklich vorher ausprobieren. Es könnte sonst herbe Enttäuschungen geben!

Wir haben uns nach einiger Bedenkzeit nun allerdings doch gegen eine Whirlpoolwanne entschieden. Die Gründe dafür:

  • Man darf nur spezielle Shampoos und Badezusätze benutzen. (Diese schäumen nicht)
  • Die Reinigung der Wanne macht uns Sorgen (Um die Düsen könnte sich Kalk etc. ansammeln)
  • Was ist, wenn das Ding kaputt geht?

Am allermeisten stört uns, dass man nicht das Shampoo nehmen kann, welches man möchte. Hier hat doch jeder seine eigene Vorstellung was gut ist.
Und wer möchte schon nach dem Baden Duschen müssen, um die Haare Waschen zu können.
Und danach noch die Wanne sauber bekommen…?

Nichts desto trotz: Das ist ein toller Service von Duravit. Und es war super! Vielen Dank!

Wer auch mal Probebaden möchte: Hier entlang zum Duravit Design Center

Schriftlich, Freund, Motorsäge

Schriftlich
kam dann auch nach 3 Tagen der Rote Punkt. Und der ganze genehmigte Bauantrag samt Rechnung. Ich hoffe, die Verwaltungsgebühren sind damit vorbei.
Viel bezahlt für gefühlt nix.

Der Freund
kam mit der Motorsäge. Und es war klasse. Beim ersten Versuch haben wir den größten Baum gefällt. Leider war die Motorsäge nicht scharf genug.
Wir haben der Technik mit einem Beil getrotzt.
Nachdem der Baum in die richtige Richtung (Nicht auf Nachbars Dach) gefallen ist, konnten wir den Erfolg mit einem saftigen Holfzällersteak und einem Bierchen im Nachbarort feiern.

Die Motorsäge
Ein bis zwei Wochen nach der ersten Fällung wollten wir dann die restlichen Bäume mit Respekt fällen. Alles gefällte Holz wird entweder unserem ersten Kaminfeuer oder der Eigenproduktion von Möbeln zugunsten kommen. Die Reste auf die Grüngut-Sammelstelle.
Anfangs wollte die frisch geschliffene Motorsäge nicht anspringen.
Hier vor Ort gibt es aber einen Motorsägen-Spezial-Fach-Laden.
Dort haben wir eine neue Zündkerze (passend) gekauft und an der Tanke frisches Gemisch.

Und dann
lief sie. Und wie! Nach 15 min. waren alle störenden Gewächse am Boden.
Kurze Zeit später hatten wir alle Äste mit Hilfe unseren tollen und helfenden Frauen sortiert in Grüngut und Feuerholz.

Einfach Klasse,
so ein Freund, der mit der Motorsäge mal kurz rüberfährt. Er will nicht auf Fotos und nicht ins Netz. Ich hoffe es gelingt Ihm. Danke.. Freund!

Genehmigt!

Gerade mal 2 Tage nach meinem Post über das Baurechtsamt in Offenburg hat sich die Internetseite bauantrag-ortenaukreis.de tatsächlich geändert.

Nicht im Aussehen. Nicht in der nüchternen und nutzlosen Art. Nicht im Informationsgehalt.

Nur eine Zeile in der Tabelle hat sich geändert:

„Noch nicht entschieden“ wurde zu „Genehmigt“.

Ich bin natürlich gleich zum Briefkasten gerannt. Da war aber noch nichts.
Von daher hat dieser, ansonsten Nutzlose Dienst, doch einen Nutzen: Ich erfahre einen (?) ein Paar (?) Tage vorher den Status.

Natürlich freuen wir uns unheimlich, dass es nun weitergehen kann.
Und große Erleichterung macht sich breit. Man weiß ja nie, was sich so ein Amt ausdenken kann, um einem das Leben schwer zu machen.
Aber es ist (h)offen(sicht)lich alles gut gegangen.

Ich vertraue der Internetseite natürlich nicht. Bei Staatsangelegenheiten möchte sogar ich ein Papier mit Stempel und Unterschrift 😉
Aber der Briefkasten hat sich seit heute in einen Hoffnungskasten verwandelt. Vielleicht entdecke ich ja schon in kurzer Zeit etwas anderes als Zahlungsaufforderungen vom Finanzamt darin.

 

Nichts geht beim Baurechtsamt Offenburg

Was passiert eigentlich mit meinen Steuern, die ich immer sofort und ohne Verzug zahlen muss? Was macht der Staat damit? Ach ja! Er lässt tolle Services programmieren.
Z.B. den mega Service des Baurechtsamt Offenburg.

bauantrag-ortenaukreis.de

Das ist wirklich super. Da kann man sich jeden Tag einloggen und immer das gleiche sehen. „Nicht entschieden“.

online

 

Mehr nicht. Da steht nichts. Nichtmal, warum der Bauantrag immer noch nicht entschieden ist. Keine Info, was gemacht wird und warum es so lange dauert.
Kein Hinweis, WAS eigentlich so lange dauert.

Wir sollen auf keinen Fall den Bearbeitungsstand Anfragen um einer „zügigen Bearbeitung“ beizutragen. (Ein Hinweis für Beamte: Schlagen Sie mal unter dem Stichwort Ironie nach)

Bildschirmfoto 2016-12-17 um 09.42.45.png

Am 22. Mai waren wir beim Notar. Seither warten wir auf den Staat.

Irgendwie habe ich das Gefühl, dass es auch am 12.01.2017 immer noch lautet „Nicht entschieden“. Welche rechtlichen Mittel habe ich dann?
Kann ich dem Staat dann unsere Mehrkosten wie Miete und Bereithaltungszinsen in Rechnung stellen?

Es passiert was!

Heute kamen die Bauanträge von der Architektin der Akost. Ich war erst etwas verwirrt, da einige Änderungen, die wir in den letzten Wochen gemacht hatten noch nicht in den Zeichnungen enthalten waren.
Laut Herrn Wimmer von der Akost ist das aber für den Bauantrag nicht relevant.

Wir haben dann den Unterschriftenmarathon in 3-facher Ausfertigung begonnen. Danach bin ich gleich zum Bauamt gegangen (Ja- zu Fuß … wir wohnen jetzt auf dem Dorf!) und habe die Unterlagen abgegeben.

Frau S. die auch schon in einigen Telefonaten zuvor sehr hilfsbereit und freundlich war, hat diese gleich durchgeblättert und mir mitgeteilt, dass der Lageplan fehlt.
Hm.

Auch der immer hilfsbereite Herr Wimmer war bei der telefonischen Nachfrage etwas ratlos. „Normalerweise kommt das vom Vermesser“ war seine Aussage. Er wird sich darum kümmern. (Und ich werde berichten)2016-09-22-18-01-36

Zu diesem Thema warten wir also weiter.

Aber es ist noch mehr passiert: Wir wohnen jetzt in Schwanau in unserer 2. Übergangsunterkunft. Und wir genießen den Ort, die nicht vorhandenen Killersteigungen beim Gassi, die vielen Baggerseen, Obstwiesen, den Rhein, die Ruhe, die Nähe zu brauchbaren Geschäften, in 5 min auf der Autobahn, gute Gastronomie, Strassbourg – Freiburg – Offenburg um die Ecke, die wärmste Gegend Deutschlands u.v.m.

Ein Traum.

Das beste: Wir wohnen direkt neben unserem Bauplatz. Wir können also alles bestens im Auge behalten und uns bereits jetzt einleben.

Momentan rechnen wir damit, dass das Haus so im Februar bezugsfertig ist. Mal sehen. Panik herrscht noch nicht 🙂

Warten… warten

Wir warten. Laut Notar warten wir auf das Grundbuchamt – laut Grundbuchamt auf den Notar.

Unseren Notartermin hatten wir am 15.05.16. Seither haben wir nur vom Finanzamt gehört. Die wollten ihr Geld. Man fragt sich manchmal schon, für was man die ganzen Steuern bezahlt, wenn alle Ämter etc. notorisch unterbesetzt sind.
Irgendwie fühlen wir uns gerade, als wollten wir in der ehemaligen DDR einen Trabi kaufen 🙂

Aber heute kam eine Email (Natürlich auf Nachfrage) vom Notar, dass jetzt alles vorliegt und die „Fälligkeit eines Vorvertrages“ gestern gestellt wurde.
Tja mal abwarten. Beim letzten mal hat ein angeblich schon seit 3 Tagen verschickter Brief auch 2 Wochen gebraucht bis er bei uns ankam.

So lange gibt es einfach nichts zu berichten… Bis dann.

Glück, Pech, Glück, Pech, Glück

Das Grundstück haben wir von unserem künftigen Nachbarn gekauft. Bzw. er hat das Grundstück gekauft – und wir haben ihm eine Hälfte davon abgekauft.
Auf seiner Hälfte steht bereits ein Mehrfamilienhaus. Und wir haben uns riesig gefreut, dass er uns gleich eine Wohnung während der Bauphase direkt neben unserem Grundstück zur Kurzzeitmiete angeboten hat. (Hund kein Problem)

Was für ein Glück

Alles schien nach Plan zu laufen, denn wir haben unsere bisherige Bleibe (ein altes Mehrfamilienhaus) komplett ab 1.Juli 2016 vermietet. So war bereits ein Problem gelöst.

Leider dauerte es aber länger als geplant, bis die angebotene Übergangswohnung frei wurde. Und nach dem sie frei war, stellte sich heraus, dass sie saniert werden muss. Das wird also nichts mit 1.Juli 😦

Pech

Zum Glück konnten wir dann aber mit dem Nachmieter unseres  alten Hauses ausmachen, dass er erst 14 Tage später übernimmt also zum 15. Juli. … aber spätestens dann.

Glück

Tja. Zwischenzeitlich hat sich herausgestellt, dass es auch bis zum 15.Juli nicht mit der Übergangswohnung klappen wird. Die Sanierung ist aufwändiger als geplant und wird sich noch eine Weile ziehen …

Pech

Aber: Ein lieber Freund und Nachbar aus unserer bisherigen Heimat hat uns spontan eine ungenutzte Wohnung – mit Küche (!) – in seinem Haus angeboten.
Wir können da ein paar Wochen wohnen und warten, bis unsere eigentliche Übergangswohnung frei wird.

Wieder Glück 🙂

Ist das nicht enorm? So viel Glück!

Wir können an dieser Stelle allen Rettern in der Not nur sagen:

Danke, Danke, Danke!
So viele Angebote, auch von Menschen, mit denen wir bisher eher weniger zu tun hatten (Mit dabei ein Wohnmobil, ein Zelt ;), eine Wohnung ohne Küche, ein Sofa in der eigenen Wohnung… ) Wahnsinn!

 

Es wird ein „Axel“ aus Norwegen

Der Bauvertrag ist unterschrieben und bestätigt: Es wird ein individualisierter „Axel“. Ein Schwedenhaus aus Norwegen 🙂 Unsere Baufirma ist die Fa. Akost GmbH vertreten durch das Baubüro Süd/ Herr Vitus Wimmer http://www.bau-dein-schwedenhaus.de.
Die Fa. Akost GmbH baut Schwedenhäuser, aber die kommen nicht aus Schweden – sondern aus Norwegen.

Und es sind tolle Häuser!

Nach einigen Vergleichen war uns recht bald klar, dass wir mit dieser Firma bauen werden.

Herr Wimmer war von Anfang an sehr hilfsbereit und hat immer gute Lösungsvorschläge gemacht. „Können wir die Wand hier raus nehmen? Dieses Zimmer größer machen? Da noch eine Türe hin? Alles kein Problem. Nach kurzer Zeit war eine neue Zeichnung in der Mailbox…
Deswegen an dieser Stelle nochmal: Vielen Dank für die Geduld an Herrn Wimmer.

Und als wir dann auch noch das Haus (Modell Bernd) bei Heike vom Blog Mama baut ein Haus – Vår rødt hus ansehen konnten, war es sicher: Wir bauen mit Akost.

Vielen Dank dafür auch an Heike! Wir freuen uns, wenn Du mal bei uns vorbeikommst.

Hier nun eine Zeichnung und die Grundrisse, wie alles mal aussehen soll:

Hoffentlich geht es bald los. Wir können es kaum erwarten 🙂