Katastrophenwoche

Wie nicht anders zu erwarten, musste auch die Baugrube für das Haus viel tiefer ausgehoben werden, als berechnet. Und danach mit teurem Material (Betonrecycling) wieder aufgefüllt werden.

Ich frage mich, wofür man ein teures Bodengutachten machen lässt, wenn dieses am Ende nur nutzloses Papier ist. Und das, obwohl die Bohrungen direkt an den Stellen stattgefunden haben, an denen der Mutterboden genau so tief war wie sonst auch.

Dann gab es eine gute Nachricht: Beim Aushub der Straße für den Wasseranschluss war der Grundwasserspiegel nicht so hoch, dass ein extra Pumpenfahrzeug anrücken musste. Das wäre sonst nochmal recht teuer geworden. Puh.

Es ging aber weiter. Nachdem der Abwasseranschluß dran war, sollte dieses vom Bauamt vor Ort abgenommen werden. Der Bauamtsleiter war aber nicht begeistert. Es wurde noch kein „Entwässerungsantrag“ gestellt. Somit kann er das auch nicht abnehmen.
Hätte er wollen, hätte er verlangen können, dass das Loch wieder zu gemacht wird – und wenn der Antrag da ist, wieder auf.
Er hat nun aber eingewilligt, auf den Antrag zu warten… wenn es schnell geht.
Ich hatte bereits vor 3 Wochen eine Mitteilung an die Akost GmbH geschickt, dass der Antrag noch fehlt. Bisher habe ich noch keine Rückmeldung bekommen. Auch heute nicht, nachdem ich nochmal die Dringlichkeit dargelegt hatte.

Es kam dann noch schlimmer. Besagter Bauamtsleiter hat uns noch mitgeteilt, dass er das geplante Gefälle von 11% für das Abwasser nicht genehmigen wird. Das würde sonst innerhalb von wenigen Wochen verstopfen. Toll!
Wir müssen also einen zweiten Abwasserschacht weiter oben einbauen lassen.

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Ein kaputter Bagger und ein Stück mehr Auffahrt

Gestern begann der 2. Bautag erstmal mit einem kaputten Bagger. Die Benzinpumpe war festgesessen und hat beim Anlassen den Keilriemen beschädigt.
Die Tiefbaufirma wollte gerade einen anderen Bagger herfahren, aber dann hat sich der Monteur gemeldet. Er konnte gleich vorbei kommen und den Schaden beheben.

Um 11:00 Uhr ging es dann weiter mit der Auffahrt. Bis zu Mittagspause… dann war der Bagger wieder kaputt. Es lief Hydrauliköl aus.
Der Monteur hatte wohl vergessen, einen Schlauch wieder richtig anzuschließen.
Naja, das konnte schnell behoben werden und die Arbeiter konnten mit der Auffahrt weiter machen.

Unser Grundstück hat durchgehend ~80 cm Mutterboden. (An wenigen Stellen etwas mehr, wie gestern bemerkt). Darunter ist allerdings bester Baugrund: Fester Kies. Der Nachteil ist, dass eben 80cm abgetragen und wieder aufgefüllt werden müssen. Der Vorteil: Die Verfestigung des Untergrundes ist dann einfacher und hält Bombenfest. Außerdem werden wir keine Probleme mit der Regenwasserversickerung haben.

Zwischenzeitlich ist unser Tiefbauer mit unserer Hausbaufirma in Kontakt. Die beiden klären ab, ob er nicht auch gleich den Aushub für unsere Bodenplatte übernimmt.
Das wäre von Vorteil für die Baufirma, da diese dann nicht die Maschinen herfahren müssen. Mal sehen, ob die beiden sich preislich einig werden.
Uns wäre es recht, das könnte den Baufortschritt beschleunigen.

Die Auffahrt an sich wird von einigen Nachbarn und Begutachtern als recht Steil empfunden. Uns, als bisherige Schwarzwälder, fällt der kleine Hügel kaum auf 😉

Außerdem musste noch die Wurzel der großen Trauerweide entfernt werden. Da hatte auch der Bagger fast eine Stunde damit zu kämpfen. Ich bin froh, dass ich nicht versucht habe, diese selbst auszugraben 🙂

 

Ein Anfang! Endlich!

Heute hat unser Tief- und Straßenbauer begonnen, die Auffahrt herzustellen.
Nach Frost und Regen konnte es endlich losgehen.

Wir haben nochmal kurz abgesprochen und los ging es.

Nach kurzer Zeit war die Mauer weg und alle haben sich gefreut, dass unter dem Erdboden gleich Kies kommt.

Leider hielt diese Freude nicht lange an. Denn bald stellte sich heraus, dass der Mutterboden an den meisten Stellen doch eher 60 cm bis 1m tief ist.
An manchen sogar 1,50m.

Auf dem Mutterboden (Humus. Wie man das auch nennen mag) kann man nichts errichten. Nicht mal eine Auffahrt. Nach wenigen Jahren würde das wellig und wackelig werden. Also muss dieser bis auf eine tragbare Schicht abgetragen – und dann wieder aufgefüllt werden.

Das bedeutet für uns natürlich Mehrkosten.

Mehr abgraben, mehr wegfahren, mehr auffüllen….

Noch ist das alles im Rahmen.

Hauptsache, es geht endlich los!